Es begann alles Mitte April. Boston hatte einen neuen General Manager, der das fast unmögliche Ziel Playoffs erreichen sollte und auch Calgary bekam wenig später einen neuen GM, dessen Ziel es war die Division Krone zu erreichen.
Nach ein wenig Eingewöhnungszeit und einigen Trades kamen die ersten Erfolge. Die Handschrift der neuen GMs war unverkennbar. Calgary hatte das Team in der breite gestärkt und sich viele Charaktertypen geholt, war nun eine kampfstarke niemals aufgebende Truppe und Boston holte sich immer mehr Stars die sie nach oben schießen sollten. Dort vertraute man auf die Mischung die „Unscheinbaren“ in Kombination mit den Stars.
Fans wurden übermutig und die Erwartungen stiegen. Vom Stanley Cup wurde gewitzelt, besser bekannt als „der Traum“.
Nachdem die Teams für die Playoffs feststanden erwartete Boston der unangenehme Gegner Toronto mit dem starken Belfour. Was Boston anwendete war Power. Ununterbrochene Schussserien sollten zum Sieg verhelfen, und sie gewannen schließlich mit 4:0 Siegen die Serie.
Die Flames auf der Gegenseite hatten nach dem Divisionsieg nun Chicago als Gegner. Der alles überragende Vokoun lies den Blackhawks keine Chance und so gewann das Team von GM Fraglet die Serie mit 4:0.
Die nächsten Gegner waren für Boston Ottawa, für Calgary Anaheim. Die Ducks waren das drittstärkste Team der Liga und mit Federov kam der beste Scorer der regulären Spielzeit. Man konnte sich auf was gefasst machen und Vokoun musste nun noch besser halten. Dieses gelang nicht immer. Es waren fast alles knappe Spiele und beim Stand von 3:2 in Spielen für Calgary hatte man nun die Gelegenheit zu Hause mit einem Sieg ins Conference Finale einzuziehen. Calgary spielte unvorstellbar, alles gelang und obendrein war wohl der gute Giguere noch im Tiefschlaf. So gewannen die Flames mit 7:0.
Ottawa erwies sich als harte Nuss für die Braunbären, gerade Hossa bekam man nie richtig in Griff und so musst schließlich in einer Serie in der es immer hin und her ging letztlich das 7.Spiel herhalten. Doch mit ein wenig Glück und viel Selbstvertrauen meisterten die Bären auch diese Hürde und zogen ebenfalls ins Conference Final ein.
Immer mehr entschieden die beiden First-Line Center Conroy und Thornton knappe Spiele. Sie führten ihre Teams immer wieder zu Siegen und waren die überragenden Spielmacher der Playoffs.
Das Western Conference Final wurden entschieden zwischen St.Louis und Calgary, welches Calgary teils glücklich mit 4:1 Siegen für sich entscheiden konnte. Auch hier war Vokoun wieder ein entscheidender Spieler.
Das Eastern Conference Final wurde entschieden zwischen Washington und Boston, welches Boston durch den tapferen Einsatz von Joe Thornton ebenfalls 4:1 gewinnen konnte.
Der Traum wurde wahr!
Das Stanley Cup Final begann. Auf Bostons Seite ging Joe Thornton angeschlagen in die Partie, während Calgary auf Axelsson und Leopold verzichten musste.
Der Partie war ausgeglichen Chancen auf beiden Seiten und nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Radivojovic konnte man davon ausgehen dass dieses eine knappe Angelegenheit werden würde. Doch Bostons Goalie Fernandez hielt an diesem Abend hervorragend. Er hielt Chance um Chance und letztlich waren Calgarys Stürmer so frustriert dass sie sich entschieden nur noch auf den Goalie draufzuhalten als klugerweise in die Winkel zu schießen. Boston war einfach effizienter und so gewannen sie mit 4:1 die erste Partie. Mann des Spiels neben Fernandez war Bates Battaglia.
Das zweite Spiel begann katastrophal für Calgarys Schlussmann, gleich die ersten beiden Schüsse waren drin und Boston ging mit 2:0 in Führung. Doch Calgary steckte nicht ein und kämpfte mutig weiter. Noch vor dem Drittelpfiff drehte das Team um Center Conroy das Spiel und der Zwischenstand lautete 3:2 für Calgary. Ebenso verrückt ging es weiter GM Frexit wechselte die Torwärte aus und durch das Team ging ein Ruck, sie erhöhten kurzerhand auf 5:3. Doch Calgary war ein gefestigtes Team, kampfstark und niemals aufgebend. Raycroft dachte sich wohl die Sache ist gegessen und lies plötzlich mehr rein als er wohl sollte, so stand kurzerhand wieder Fernandez zwischen den Pfosten. Doch es sollte nicht helfen, Calgary spielte sich in einen Rausch und ging mit 7:5 in Führung der Anschlusstreffer Bostons kam zu spät und die Serie war ausgeglichen. Ein verrücktes Spiel.
Mann des Tages war ganz klar der erkältete Joe Thornton der mit 3 Toren sein bestes Tat um die Niederlage zu verhindern.
Calgary ging nun mit viel Selbstvertrauen in die dritte Partie und spielte eine einzigartige Partie die gesamte Defensivarbeit stimmte haargenau, die Chancen wurden eiskalt genutzt und man gewann die Partie mit 3:1. Die Flames ließen nur 18 Schüsse zu. Und neben Vokoun war wohl Calgarys Defender Regehr mit zwei Toren und hervorragendem Stellungsspiel der Mann des Tages.
Es kam nun die 4.Partie Boston war nach wie vor nicht mehr ganz von sich selbst überzeugt und kam nur schwer in die Partie. Doch nach einem Patzer in der Abwehr nutzte Sami Kapanen eiskalt die entstandene Chance um mit 1:0 sein Team in Führung zu bringen. Die Flames spielten munter weiter und wussten um ihre Stärken. So stand es durch das wunderschöne Tor von Rookie Lombardi der den Puck unter die Latte knallte und dem ebenfalls dort einschlagenden One-Timer Glen Murrays 2:1 für Calgary. Doch Boston kam wieder ran schoss den Ausgleich. Jedoch nachdem Reinprecht zwischenzeitlich wieder die Flames in Führung geschossen hatte wurde Boston immer dominanter. Ein ums andere mal musste Vokoun sein ganzes Können aufbringen. Links und rechts, Blockerseite und Handschuhseite alles war zwecklos Vokoun war immer da. Bis auf ein einziges Mal, als Jonathan Girard aus der Abwehr hervorgeeilt kam und schließlich verwandelte. Das Spiel ging in die Verlängerung. Doch von Verlängerung kann man kaum sprechen. Craig Conroy drückte dem Spiel sein Stempel auf und verwandelte sicher. 4:3 endete das Spiel, schon etwas glücklich, das ist klar, aber gerade Vokoun und Conroy waren die Topleute des Spiels.
Das 5.Spiel konnte somit schon eine Entscheidung bringen. Doch wie schon in Spiel 2 patzte Vokoun gleich zu Anfang. Wohlmöglich war er noch zu erschöpft nach Spiel 4. Wie so oft kämpfte Calgary weiter ohne über den eigentlichen Torestand nachzudenken und so ging es weiter munter nach vorne und auch hier schaffte Calgary wieder eine hervorragendes Comeback und ging mit 3:2 in Führung. Boston guckte sich das Kämpfen wohlmöglich ab und tat das gleiche, so gingen sie wieder mit 4:3 in Führung. Das 3.Drittel begann und Perrault ergab sich die Chance, ein hervorragend, platzierter Schuss an den innen Pfosten prallte ab und von Fernandez wieder zurück ins Tor. 4:4. Immer diese Dreckstore brüllte GM Frexit rüber zu GM Fraglet, der sichtlich irritiert war, er fand dass so ein schöner Schuss sicher in Tor verdient hatte. Bei Boston machte sich Wut breit und da Vokoun wohl heute nicht er selbst war nahm sich Roy ein Herz und ließ einen monströsen Schuss ab. Drin! Calgarys letzte Versuche doch noch die Wende zu bringen prallten an der Abwehr ab. Zu konfus nun das Spiel der Flames und so verloren sie 5:4. 20 Schüsse reichten Boston für 5 Tore aus.
Das 6.Spiel fand nun in Boston wieder statt. Boston mit dem Publikum im Rücken machte von Anfang an Dampf und drückte. Ein Entlastungsangriff der Flames angeführt durch Gelinas Knaller landete prompt im Netz der Bruins und so gingen die Gäste etwas glücklich mit 1:0 in Führung. Boston spielte nun mit noch mehr Dampf und letztlich war Milan Hejduk zur Stelle der ein Überzahlspiel seines Teams mit einem herrlichen Wrister vollendete. Das 1.Drittel endete, 15:5 Schüsse für Boston. GM Fraglet ermutigte sein Team und im zweiten Drittel spielte Calgary nun mit sehr viel mehr Selbstvertrauen. Doch die ersten Tore machten die Bruins. Das 2:1 durch Zyuzin und das 3:1 durch Thornton liessen die mitgereisten Fans der Flames verstummen. Auf dem Spielfeld aber motivierten Conroy und Murray ihr Team und kämpften auf beeindruckende Art und Weise. Murray selbst schloss ein Breakaway zum 3:2 ab, und bereitete noch vor der Drittelpause das 3:3 durch Warrener vor, dessen Schuss durch den Handschuh Fernandez rutschte. Das letzte Drittel war äußerst defensiv, Calgary hatte sogar nur drei Schüsse und Boston gerade mal 6. So ging es in die Verlängerung. Calgary machte nun immer mehr Dampf und schoss aus allen Lagen, ein Abpraller oder ein Rebound würde ja reichen um den heißersehnten Pokal in den Händen halten zu können. Bostons Zielgenauigkeit lies nun immer mehr nach. Dann ein Angriff durch Calgarys Ference, der auf der rechten Seite im Eiltempo durchmarschierte, die Abwehr war noch nicht ganz postiert ein Querpass zu McAmmond in die Mitte, die Chance zum One-Timer... verpasst! Der Puck lief ein wenig zu weit vor McAmmond vorbei, doch der Linksaußen lässt nicht locker. Er eilt dem Puck, den 3 Bostoner Spieler erschreckend unmotiviert passieren liessen und schießt direkt vom linken Bullykreis aus, tödlich abgefälscht durch Boynton und Fernandez kriegt die Scheibe nicht mehr zu fassen. Tor! Drin! Sieg Calgary! Stanley Cup Sieger!
Eine einzigartige Saison geht zu Ende. Viel Spaß hat sie gebracht. Seit Jahren geht der Pokal wieder nach Kanada.
- gez. Gm Fraglet
Gm frexit: „Ich gratuliere den Mannen aus Calgary und ihrem Gm fraglet zu einem Großartigen Abschluss einer schönen Saison. Die Mannen um Glen Murray haben in dieser Serie einfach ein konstant gutes Ice-Hockey gespielt und stets gewusst, wo die Schwächen unseres Teams und vor allem unseres Goalies lagen. Leider ist uns dies bei Tomas nicht gelungen. Den Platz des 1. Verlierers haben wir uns letztlich selbst zuzuschreiben. Gegen einen Mann wie Vokoun und eine stets kämpfende Mannschaft wie Calgary bedarf es eben einer konstant starken Leistung. Unsere Leistung war nach der unglaublich kraftraubenden Serie gegen ein „bärenstarkes“ Team aus Ottawa einfach zu vielen Schwankungen unterworfen. Wenn ein Mann wie Tomas Vokoun dann genau zum rechten Zeitpunkt in Topform ist die Schusshagel während unserer Druckphase zu entschärfen und die Offense der Flames die Schwächeperioden so effizient ausnutzt bleibt einem nichts mehr, als zu gratulieren und sich über das Erreichen des Stanley Cup Finales zu freuen.
Sicherlich sind meine Jungs noch sehr enttäuscht, aber morgen nach dem Frühstück sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“
Die Gm´s fraglet und frexit werfen ein großes Danke für eine tolle und spaßige Saison in die Runde. Man freut sich auf die 05er Saison und ist guten Mutes, dass die verbliebene GM Konstellation der OH-Liga eine schöne und vor allem noch etwas harmonischere Saison 2004/2005 erleben wird.
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